Historischer Überblick über die Schulentwicklung

Daten zur Schulgeschichte in Flieden

Zusammengestellt von Raimund Henkel

Die Angaben erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit
(Flieden,23.Nov.2001)

Vorbemerkung

Die Angaben über die Lehrer des 17. und 18. Jahrhunderts sind den Archiven der Diözese Fulda und der Pfarrei Flieden entnommen. Für das 18. Jahrhundert wurden zusätzlich die Kirchenbücher hinzu gezogen. Andere Quellen gibt es für diese frühe Zeit nicht. An den gleichen Stellen fanden sich auch Hinweise für das 19. Jahrhundert. Das umfangreiche Material des Hessischen Staatsarchivs Marburg muss für eine lückenlose Darstellung der Schulgeschichte bis nach 1945 noch gesichert werden.

A)  Schulleiter

1644 Crafft Melchior Bock, Lehrer und Kirchendiener, wird im ältesten noch vorhandenen Kirchenbuch genannt. In der folgenden Zeit werden auch die damals üblichen Bezeichnungen Ludimoderator und Ludirektor verwendet.

1656 Aus der Beschreibung der Pfarrei Flieden: „ Die Schule (in Flieden) versieht mit Hingabe der Lehrer und Kirchendiener Crafft Melchior Bock. Er hat 53 Schüler.“ In dieser Schilderung wird eine Schule im Filialort Rückers noch nicht genannt, d.h., die Pfarrschule Flieden ist für alle dahin eingepfarrten Orte, die später eigene Schulen besaßen, zuständig: Döngesmühle, Magdlos, Höf und Haid, Rückers, Schweben, Stork und Struth. Die Kinder von Buchenrod waren nach Hauswurz orientiert.

1677 Valentinus Weichlein              (+  1686)

1686 Hans Georg Hagedorn (auch Johannes Hagen)

1700 Johannes Molitor

17.04 Johannes Müglich

1714 Eberhard Ignatius Held          (+ 1757 mit 77 Jahren)

1753 Nikolaus Held                        (+ 1781)

1772 Bartholomäus Joseph Held    (+ 1796 mit 49 Jahren)
Sohn des Eberhard Ignatius Held

1826 Johann Martin Fuchs

1837 Heinrich Joseph Völker          (+ 1839)

1839 Siegfried Andreas Henning

1855 Adam Anton Kehl

1864 Vinzenz Hohmann

1868 Ferdinand Joseph Weber

1899 Hugo Franz Joseph Mohr – Nach der Abtrennung des Küsterdienstes 1911 Amtsbezeichnung Hauptlehrer

1921 Bartholomäus Brede – 1922 Abtrennung des Organistenamtes

1939 - 1945 Eugen Werner stv Schulleiter (für Konrektor Josef Löw)

1945 Klemens Nöhren

Franz Golombek
Eugen Werner

Wigbert Schratz   ab 60-65

Paul Birkenbach  ab 65-86

Peter Dölle           1988 – 2005

Helmut Deckert   2005 – 2012

Anke Schneider   seit 2012

Erweiterung des Kollegiums

1827 Die zweite Lehrerstelle wird errichtet (altes Schulhaus wird aufgestockt)
1837 Trennung in Knaben- und Mädchenschule
1883 Dritte Lehrerstelle mit einer Frau besetzt (nach Fertigstellung der neuen
         Schule)
1888 Vier Stellen vorhanden, davon zwei weiblich

1911 Fünfte Stelle wird genehmigt (nach Errichtung des neuen, heute ältesten
         Schulhauses)

B)  Schülerzahlen

 

1656  -  53

1658  -  58

1806  - 230
1828  - 303
1832  - 253
1863  - 290
1877  - 344
1895  - 290

1896  - 278
 

C)  Abtrennungen
 

1703 Erste Erwähnung eines Lehrers in Rückers: Johannes Obermaier, damaliger Schulmeister in Rückers, wird am 29. November bestattet.
1783 Martin Joseph Hartmann, Ludimagister für Magdlos und Stork
1781 Nicolaus Hack, Ludimagister, leitet die Nebenschule in Schweben, die
         1819 selbständig wird
1893 In Stork wird ein Schulhaus eröffnet, Abtrennung von Magdlos
1782 Johannes Herbert, Ludimagister in Laukendorf (Höf und Haid)

1915 Nach Erbauung eines Schulhauses hat Döngesmühle eine eigene Schule.
1951 Fliedens jüngste Schule wird in Struth eröffnet.
 

Buchenrod und Kauppen waren nach Hauswurz eingeschult. Um 1800 stellen beide Orte einen Privatlehrer, Johannes Schadt aus Buchenrod, ein. Ab 1828 gibt es eine „richtige“ Schule.

 

D)  Publikationen

 

Schulbaunöte einst und jetzt: Buchenblätter (BuBl) 1952 S. 24
Die Schule der jüdischen Gemeinde:            BuBl 1971 S. 11f

Schulbauentwicklung in Flieden:                  BuBl 1972 S. 61, 66

Schule im Wandel:                                       Jahrbuch des Landkreises Fulda 1995

Schulgeschichte von Magdlos:             600 Jahre Magdlos, Festschrift 1986 S. 34 ff

Geschichte der Schule Buchenrod: 625 Jahre Buchenrod, Festschrift S. 51 ff 1991

Die Schule in Schweben:                Die Chronik Schwebens 1997, S. 17 ff

Die einklassige Schule von Stork:   BuBl 1988 S. 26

 

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Nach dem 2. Weltkrieg werden in Flieden wie auch vor 1939 Grund- und Hauptschüler unterrichtet (dazu bitte einige Zahlenangaben aus der Chronik –Jahrgang 1949 (Ostern) – 457 Kinder, dann 1958 – 456 Kinder).

Etwa in der Mitte der 2. Hälfte des vorigen Jahrhunderts - Ende Schuljahr 72/73 werden die Jahrgänge 7, 8 und 9 der Hauptschule dem neu gegründeten Gesamtschulsystem in Neuhof (neben einer Förderstufe Gymnasial-, Realschul- und Hauptschulzweig) zugeführt.

Die Schule in Flieden besteht mit dem Neubau des Baukörpers III seit Schuljahr 1973/74 aus einer Grundschule mit Förderstufe. In diese Zeit fällt auch die Auflösung der Grundschulen von Schweben, Höf und Haid, Magdlos und Döngesmühle. Diese Schulen werden in die Schule von Flieden (Schulbezirk – siehe Schulentwicklungsplan des Kreises Fulda) integriert

So besteht seit der großen organisatorischen Veränderung unsere Schule aus einer Grundschule mit Förderstufe. Die Förderstufe (Jahrgänge 5 und 6) wird von Kindern unserer Grundschule und von Schüler/-innen der Nachbargrundschule Rückers besucht.

Der Name   FLIEDETALSCHULE   besteht seit 94/95.